Diese Frage wird mir in letzter Zeit häufiger gestellt. Die Reaktionen auf mein Herzensprojekt sind ganz unterschiedlich von Verwunderung, Desinteresse bis hin zu Begeisterung. Was hat mich zu diesem Buch bewegt?

Im März dieses Jahres habe ich mir nach einem langen Leidensweg die Gebärmutter entfernen lassen. Ich litt an einer gutartigen Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, die zu extremen Monatsblutungen und wiederkehrenden Entzündungen führte. Da mein Kinderwunsch mit 42 abgeschlossen war und mein Körper durch den Blutverlust zunehmend schwächer wurde, rieten mir die Ärzte zur Gebärmutterentfernung. Alle schulmedizinischen und homöopathischen Methoden hatten keinen Erfolg gebracht. 

Na ja, keine große Sache dachte ich mir!

Bei ca. 100´000 Operationen im Jahr zählt die Gebärmutterentfernung zu den Routineeingriffen in der Gynäkologie. 85 % der Operationen erfolgen auf Grund einer gutartigen Erkrankung und 50 % der Frauen sind wie ich im Alter zwischen 40 und 49 Jahren. Ich machte mir keine großen Gedanken und hatte das folgende Bild im Kopf. Mir wird ein 9 cm langes und 120 g schweres Organ entfernt, dass ich nach abgeschlossenem Kinderwunsch nicht mehr benötige. Ich verbringe für den Eingriff 3 Tage in der Klinik, schone mich anschließend 14 Tage zu Hause und verzichte 6 Wochen auf schweres Heben, Sex, Sport und Sauna. Danach ist alles überstanden und das Thema für immer durch. Eine Vorstellung, die ich, wie ich heute weiß, mit vielen betroffenen Frauen teile.

Auf einmal stellten sich mir so viele Fragen?

Kurz vor dem Eingriff sagte mir meine Intuition „Beschäftige Dich nochmal genauer mit dem Thema. Ist wirklich alles so easy? Informiere Dich!“ Ich suchte nach Informationen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Auf einmal stellten sich mir so viele Fragen. 

  • Verliere ich mit meiner Gebärmutter einen Teil meiner Weiblichkeit?
  • Welche langfristigen Folgen hat der Eingriff auf meinen Körper?
  • Wie verändert sich meine Sexualität?
  • Bin ich Schuld an meinen gesundheitlichen Problemen? Habe ich zu wenig auf meinen Körper geachtet?

Mir wurde bewusst, dass eine Gebärmutterentfernung kein Routineeingriff ist.

Ich suchte nach Antworten, las Erfahrungsberichte und Medizinseiten. Tauchte tief in das Thema ein. Mir wurde bewusst, dass eine Gebärmutterentfernung kein Routineeingriff ist. Zumindest nicht für die betroffene Frau. Es ist so viel zu berücksichtigen, damit der Eingriff keine langfristig negativen Folgen hat. Die Belastung für den Körper, aber auch für die Psyche, ist nicht zu unterschätzen. 

Ich wünschte mir einen Ratgeber, der in verständlicher Sprache alle wichtigen Informationen zusammenfasst.

Nachdem ich unzählige Artikel gelesen, Foren und Websites durchforstet hatte, fühlte ich mich von der Informationsflut erschlagen. Jede Expertin und jeder Experte hatte seine fachspezifische Sichtweise. Ich wünschte mir einen Ratgeber, der in verständlicher Sprache alle wichtigen Informationen zusammenfasst. Ich suchte im Buchhandel, wurde aber nicht fündig. Die vorhandene Literatur war dürftig und veraltet. Wie konnte das sein, bei 100.000 Operationen im Jahr? Zum Vergleich, jedes Jahr werden in Deutschland 70.000 Frauen wegen Brustkrebs operiert. Zum Thema Brustkrebs gibt es bekanntlich unendlich viele Ratgeber.

Warum wird das Thema „Gebärmutterentfernung“ so wenig thematisiert?

Ich fragte mich, warum wird das Thema „Gebärmutterentfernung“ so wenig thematisiert? Ist es ein Tabuthema, über das nicht gesprochen wird? Ist die „kleine“ Gebärmutter, die nach außen nicht sichtbar ist, zu unwichtig? Ist nur eine bösartige Erkrankung erwähnenswert? Machte nur ich mir so ernsthafte Gedanken? 

Ich begab mich auf die Suche nach anderen betroffenen Frauen.

Ich begab mich auf die Suche nach anderen betroffenen Frauen und war überrascht über ihre Geschichten. Nein, ihre Gebärmutterentfernungen waren keine unbedeutenden Routineeingriffe. Im Gegenteil – die körperliche und seelische Heilung hatte mehr Zeit als erwartet in Anspruch genommen. Im Nachhinein hätten sie sich eine bessere Aufklärung gewünscht.

Ein Buch für Frauen wie mich, die in der herausfordernden Lebensmitte stehen.

So entstand meine Motivation, einen autobiographischen Ratgeber zur Gebärmutterentfernung zu schreiben. Ein Buch für Frauen wie mich, die in der herausfordernden Lebensmitte stehen. Deren Alltag mit Beruf, Familie und den vielen Verpflichtungen vollgepackt ist. Die sich fragen, wie soll ich einen Krankenhausaufenthalt organisieren und mich anschließend mindestens 14 Tage komplett schonen. Die verunsichert sind, wie sie ihren Mann in das Thema mit einbeziehen. Frauen, die seriöse Antworten auf ihre Fragen suchen.

Du möchtest mehr über mein Buchprojekt erfahren, hier bekommst Du weitere Informationen.

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